Zum Vergleich die Highlights 2010
Die CDs 2011 - in alphabetischer Reihenfolge:
The Domino State – Uneasy lies the Crown
Dream Theater – A Dramatic Turn Of Events
Eastern Conference Champions – Speak-Ahh
Ghost of Tom Joad – Black Musik
Seven steps to the green door – The Book
Ray Wilson - Genesis vs. Stiltskin
Yellowcard – When You're Through Thinking, Say Yes
Amplifier – The Octopus
Amplifier sind zurück! Rock-City’s Finest sind
zurück, um ihren Anspruch auf den Thron zu bestätigen – was die
ebenfalls aus Manchester stammenden Oceansize und Oasis wohl nicht so
gerne hören, von Mick Hucknall und David Gray mal ganz zu schweigen.
Aber das müssen sie wohl selbst dran arbeiten. Tatsache ist, dass
Amplifier zurückgekehrt sind zu ihrem edlen, mächtigen Sound, den
Longtracks und den cool gezockten Rock-Riffs, bei denen sich die Haare
so schön aufstellen. Hat zugegebenermaßen etwas gedauert, dieses Album,
aber das müssen sie ja selber wissen. Müssen sie sich halt noch mal
durch das Dickicht der Unbekanntheit schlagen – ein Album wie dieses
wird ihnen den Weg aber erleichtern!
Dabei geht es erst etwas
ungemütlich los – rau, polternd und mit „kürzeren“ Songs, womit sie ein
wenig anknüpfen an die letzten Veröffentlichungen, nur um dann den
Bogen zurück zu schlagen. Die zweite Hälfte der 8 Songs auf CD1 glänzen
nicht nur mit Songlängen zwischen neun und elfeinhalb Minuten, sondern
auch wieder mit epischer Breite und ausufernden Sounds zwischen Post-,
Stoner und Psychedelic-Rock.
Und CD2 versucht sich erst gar
nicht in Gefilden abseits des Metiers, das die Jungs am besten
beackern, sondern schöpft auf ganzer Länge aus dem Vollen. Mit acht
Songs zwischen 5 (eher weniger) und (meistens) rund 10 Minuten
präsentieren sie uns eine gute Stunde lang eine spannende Mischung aus
o.g. Zutaten. Eigentlich ein frühes Highlight der Alben 2011!
Was
mir noch fehlt, sind ein paar mehr wirklich er-greifende, packende
Momente. Soli, Hooklines, Passsagen, die hängen bleiben, wegen derer
man sich dieses Album wieder und wieder anhören muss und die dieses
Album wirklich an die Spitze stellt. Zuviel verlangt?
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Anubis – A Tower of Silence
Innerhalb nur eines Jahres haben die Australier ihr zweites
Album nach „230503“ (2010) fertig gestellt – und sie machen einfach da
weiter, wo sie mit dem Debüt begeistert haben. Fettester Prog zwischen
Floyd, Genesis und Marillion, mit grandiosen Soundflächen,
bombastischen Arrangements, tollen Breaks und Soli, viel Atmosphäre,
tollen, mehrstimmigen Gesangsharmonien, nie frickelig, und trotzdem
immer wieder überraschend und unvorhersehbar. Wer das Debüt mag, kann
hiermit bedenkenlos nachlegen, alle anderen sollten langsam auf diesen
Namen aufmerksam werden – denn ich behaupte mal, dass 80% der
Empire-Leser nach genau diesem Sound suchen. Deswegen muss man hier
auch gar nicht viel mehr dazu schreiben. Selber hören ist die Devise!
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The Domino State – Uneasy lies the Crown
Das nächste große Ding aus dem UK? Die Londoner
beackern die Szene schon eine Weile mit immer neuen, großartigen
Singles und einer EP, jetzt erscheint endlich ihr Debütalbum. Und
wie es sich gehört, fasst das Best-of-like alle bisherigen
Großtaten zusammen. Glasvegas, Simple Minds, Coldplay, U2 - The
Domino State haben Songs ähnlichen Formats, fügen aber gerne
noch eine Schippe Wall-of-Sound hinzu. Die britischen Medien jubeln
bereits, mal
sehen, wann sie bei uns richtig durchstarten.
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Dream Theater – A Dramatic Turn Of Events
Was habt ihr erwartet? Dass hier alles den Bach runtergeht,
nur weil der Mann, der fünfundzwanzig Jahre für den
Hauptanteil des Songwritings und der Bandöffentlichkeit
verantwortlich war, der band den Rücken kehrt? Wenn das so
wäre, dann hätte sich das Mike Portnoy wahrscheinlich gar
nicht getraut. Sag ich mal, denn dafür waren Dream Theater immer
viel zu sehr „sein Baby“, als dass er es allein in der
Wüste zurücklässt. Natürlich tut sein Weggang weh,
es wurde viel darüber gesagt, und der Albumtitel trägt seinen
Teil dazu bei. Aber die Band ist – gerade in den letzten Jahren
– viel mehr eine Band geworden, als sie es lange war. Und das
betrifft am relevantesten das Songwriting: Dem neuen Album kann man
kaum anhören, dass sich hier etwas geändert hat! Und ich
behaupte, dieses Urteil freut auch Mike Portnoy.
Das Album ist komplex, begeistert mit irrwitzigen Instrumentalpassagen
in einem und mit bombastisch melodischen Songs im anderen Moment,
inkorporiert alle bekannten und liebgewonnenen Zutaten der Band und
hält das Championsleague-Niveau der letzten Alben.
Denn auch das war ja wohl klar: Eine dramatische Veränderung der
Musik kann hier ja wohl – wenn überhaupt nötig –
frühestens mit einem späteren Album erwartet werden.
Zusätzliche Entwarnung für alle Cookie-Monster-Vocals-Hasser:
LaBrie singt wieder durchgehend! Ein weiteres Anzeichen für die
Rückkehr zu den Stärken der Band. Ach, und was den neuen Mann
an der Schießbude angeht: Auch hier haben die vier verbliebenen
Musiker ein sicheres Händchen bewiesen – ein Unterschied ist
auch hier nicht wirklich hörbar! Welcome back!
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Eastern Conference Champions – Speak-Ahh
Retro galore! Ein Album, über das zu schreiben nicht
befriedigt, weil es so vielschichtig ist, so emotional, so vollgepackt
mit Sounds und Stimmungen, die einen gefangen nehmen und so herrlich
die Nackenhaare aufstellen. Deshalb spiel ich‘s auch lieber
- und das auch gleich mehrfach – wie üblich bei der Blizzard
CD des Monats!
Ein spannendes Werk zwischen Neil Young und Indie-Rock, zwischen
Folk-Sparsamkeit und Stadion-Hymne, zwischen Pearl Jam, den Hothouse
Flowers und The Verve. Deswegen: Nicht lesen, hören!
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Ghost of Tom Joad – Black Musik
Der Bandname klingt gewaltig nach Bruce Springsteen -
tatsächlich sind sie sogar nach seinem Album benannt – aber
musikalisch hat es wenig damit zu tun. 2006 in Münster
gegründet starteten sie als Post-Punk Band, spielten im
Vorprogramm von Madsen, Maximo Park und Mando Diao. Ihr ktuelles,
drittes Album "Black Musik"schlägt eine leicht elektronischer
(Rock-) Richtung ein, klingt vereinzelt nach den Killers oder Editors
und überzeugt mit bestechend betörenden Melodien.
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Haken – Visions
Sie schaffen es, dieselbe mitreißende Mischung aus
Progmetal-Härte und Melodieverliebtheit hinzulegen, wie die
Überväter dieses Genres, Dream Theater. Und trotzdem klingt
hier nichts abgekupfert, was u.a. an den tollen Songs liegt. Ganz
groß!
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Iona – Another Realm
Zurück zur formvollendeten Erhabenheit: Auf gleich
zwei CDs zelebrieren die Briten eine Mischung aus Symphonik-Bombast,
Irish Folk und Art-Rock in einzigartiger Symbiose. Das ist Riverdance,
Sarah McLachlan und Pink Floyd in Einem.
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Mona – Mona
The next big thing! Keine Ahnung, ob das hier auch schon
wer gesagt hat, aber ich sag das! Diese Jungs sind der Hammer! Vier
Youngsters aus UK, die mit ihrem Debütalbum eine so reife Scheibe
vorlegen, dass es einem kalt den Rücken runterläuft.
Während man anfangs noch denkt, das britische Kings of Leon
-Pendant vor sich zu haben, laufen sie im weitere Verlauf auch Bonos U2
den Rang ab – zumindest was die aktuellen musikalischen
Ergüsse angeht. Und apropos musikalisch: abgesehen von der
fantastischen Stimme Nick Browns (nebenbei auch noch Pianist und 2.
Gitarrist) und seinen cool zockenden Kollegen sind die Songs eine
perfekte Melange aus cool gezocktem Riff-Rock und Hookline-basierter
Leidenschaft – sensationell! Dabei sind die vier auch noch so
extrem mitreißend und energetisch, man hat das Gefühl, die
haben gar keine Zeit für Balladen – bis zum
abschließenden „Trouble on the way“. Diese Band
dürfte eine ganz große Zukunft haben!
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Moon Safari – Lover's End
Die Boygroup des Prog: Die undenkbare Kombination aus
A.C.T., Backstreet Boys, Beach Boys, Eagles, Gentle Giant, It Bites,
Marillion, Spock’s Beard und Yes. In einem Moment fast zu seicht,
poppig und schnulzig, überzeugen sie im nächsten Moment durch
den technisch perfekten Vortrag, die gute, professionelle Produktion
und die angedeuteten Rhythmus Variationen. Das i-Tüpfelchen war
die Live-Darbietung dieser ganzen Sache, den auch da hat nichts vom
gerade B Beschriebenen gefehlt! Großes Kompliment!
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Neal Morse – Testimony 2
Er gehört zu den Songwritern, bei denen jeder Ton an
der richtigen Stelle sitzt. Das mag eine subjektive Bewertung sein
– aber das ist Musik allgemein. Also darf ich das mal so stehen
lassen. Zumal diese Fähigkeit bei Neal Morse seit mittlerweile
acht Soloalben ungemindert anhält (von den Spock’s Beard
& Transatlantic-Alben ganz zu schweigen). Knackpunkt seiner
Soloarbeiten ist eigentlich nur die christliche Ausrichtung der Texte.
Die hatte in den letzten Jahren eher abgenommen, mit „Sola
Scripturs“, dem Album über Luther wandte er sich fast einem
weltlichen Thema zu. Nun folgt mit der Fortsetzung des
„Testimony“ Konzepts nicht nur musikalisch die Fortsetzung
des alten Themas (was eigentlich ganz geschickt und gut gemacht ist),
auch textlich purzeln die göttlichen Bezüge anstrengend oft
aus den Boxen. Das sollte man bedenken, wenn man sich diesem Album
nähert- dran vorbei kommt aber eigentlich trotzdem keiner:
Atemberaubende Melodiebögen, Soli, Abwechslung, es ist alles drin
– und einmal mehr beweist er seine Ausnahmestellung als
Songwriter.
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Nihiling – Egophagus
Monumental, mitreißend, abwechslungsreich,
begeisternd, hypnotisch, genial – diese wilde Sammlung an
Adjektiven schwirrt mir durch den Kopf, wenn ich versuche, dieses Album
in Worte zu fassen. Mogwai, Oceansize, Aerogramme sind dabei die
Referenzen, die man anbringen könnte. Teilweise instrumental,
meist aber mit Gesang vermischen die Hamburger gekonnt den
Postrock-Ansatz, den sie – Presseberichten zufolge –
anfangs verfolgten mit Indie-Rock und vereinzelten Heavy-Elementen. So
sind in ein paar Songs Hardcore-Screamo-Vocals zu vernehmen – und
doch soweit in den Hintergrund gemischt, dass sie kaum vom
instrumentalen Noise/Wall-of-Sound zu unterscheiden sind. Die Band
gibt’s seit 2004, der 5-Track-EP „Pandora“ folgte das
Debüt „M(e)iosis“, das bereits eine ähnlich
ausgereifte Mischung aus Heaviness und Artrock, aus instrumentalen
Höchstleistungen und mehr songorietiertem Material beinhaltete.
Von diesem Quintett sollte noch einiges zu hören sein!
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Panama Picture – Oh, Machine
Das sensationelle Debüt einer deutschen Band! Die
Hamburger sind der Beweis dafür, dass musikalische Vielfalt nicht
in Beliebigkeit ausarten muss. Das sollte man dann wohl New Artrock
nennen, wie sie progressive Taktwechsel, melodische Harmonien und hin
und wieder auch brachiale Gitarrenwände zu einem homogenen Ganzen
vermischen. Sich hin und wieder gerne in instrumentalen Epen verlieren,
nur um im nächsten Moment die Hookline, den Song wieder in den
Vordergrund zu stellen.
In der Tat hatte ich gerade enttäuscht festgestellt, dass sich die
antiziüpierte musikalische Brillanz wohl für ein
Instrumental-Album „verschwenden“ würde (ich habe ja
ein etwas gespaltenes Verhältnis zu gesangslosen Darbietungen),
als nach knapp 6 Minuten der Gesang doch noch anhebt. Dass sich der
über die 7 Songs auch noch ausnehmend abwechslungsreich gestaltet,
setzt dem Ganzen noch die Krone auf.
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Pandoras.box – Monomeet
Manchmal ist mehr drin als man denkt (und kennt) –
das ist die umgangssprachlichste Übersetzung der Büchse
Pandoras. Das süddeutsche Quartett hat sich dieses motto zur
Lebensaufgabe gemacht, sich gleich so benannt und ihre Musik
entsprechend velseitig arrangiert. Pop goes
Shoegazer-/Indie-/Singer-Songwriter-/Rock.
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Pendragon – Passion
Der Altmeister des Neo-Prog, Nick
Barret hat es wirklich geschafft, sein Steckenpferd so weit
aufzumöbeln, dass es 2011-kompatibel ist! Harte
(teilweise Alternative- Rock-) Gitarren, sogar Rap-Elemente
verschmilzen mit dem klassischen Melodic-Sound, ohne groß
aufzufallen, geschweige denn zu stören! Das Alles in einem
symphonischen Bombastsound, der es jedem Floyd- / Marillion-Fan
prickeldn den Rücken runterlaufen lässt!
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Prime Circle – Jekyll & Hyde
Wir wollen ja kein musikalisches Konkurrenzdenken
fördern hier, aber wenn das neue Album der Südafrikaner Prime
Circle fast zeitgleich mit dem neuen 3 Doors Down Album erscheint,
liegt ein direkter Vergleich schon nahe. Schon ihr letztes Album
„All or nothing“, mit dem sie es über EMI versuchten,
trieb dem geneigten Alternative Rock Fan verklärte Blicke in die
Augen, fand er hier doch das Musterbeispiel aktuellen Alt.Rocks –
rauhe Vocals, kräftige Gitarren vor melodischen Hooklines, immer
die ausgewogene Balance zwischen Heaviness und Melodie, wo Nickelback,
Creed, Alter Bridge oder Seether oft auch mal heftiger dröhnen, wo
Acts wie Sunrise Ave. meist einen Tick zu poppig agieren, treffen Prime
Circle einfach genau ins Schwarze, haben tolle Songs am Start und
– um mal den Vergleich erneut zu bemühen – sind noch
einen Tick weniger pathetisch als 3 Doors Down. Von daher: Wenn ich
wählen müsste, hätten die afrikanischen Volkshelden
(2000 gegründet waren sie mehrere Jahre in Folge die
verkaufsstärkste Rockband Südafrikas) mit ihrem mittlerweile
vierten Album die Nase vorne.
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Seven steps to the green door – The Book
Kleines Label, großes Kino. Progressive Promotion hat
wirklich ein Händchen für gute Musik. Wobei Seven Steps to
the Green Door ja nun kein Neuling mehr ist – aber die Band passt
haargenau ins musikalische Konzept des Labels. Das dritte Album der
Leipziger ist ein dermaßen rundes Ereignis, dass es schwer
fällt, die richtigen Wort zu finden. Es passt alles perfekt
zusammen – und deckt trotzdem eine Spannbreite ab, die breiter
kaum sein könnte. Zum größten Teil ruhig, melodisch,
teilweise melancholisch, mit entspannten Soli, atmosphärischen
Passagen und getragenem Bombast, wird der Fluss der CD immer wieder
ergänzt – ich möchte hier das Wort
„unterbrochen“ vermeiden, denn das klänge zu sehr nach
„Störung“, und genau das ist es nicht – durch
harte Passagen, Breaks, Musical-ähnliche Elemente; alles sehr
gekonnt, gewitzt, genial.
Soviel zum musikalischen Teil des Konzeptalbums, der im Prinzip kaum
unterbrochen über die rund 60 Minuten fließt. Das textliche
Konzept setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Eine komplexe Geschichte,
die sich mit der Frage auseinandersetzt, was mit Menschen geschehen
könnte, die in ihrem fanatischen Glauben am eine überirdische
Instanz ihre eigene Persönlichkeit aufgeben; Menschen, die ihre
Entscheidungen nicht mehr von sich selbst und ihrem Gewissen
abhängig machen, sondern von ihrem Gottesglauben… soll es
ja wohl geben. Weil die Story so essentiell ist, erscheint die CD in
einem umfassenden Media-Book, in dem sie nach-, bzw. am besten
vor(her)- und mitgelesen werden kann. Ein aufwändiges Gesamtwerk!
Respekt. Ich hoffe, es findet die entsprechende Würdigung.
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Subsignal – Touchstones
No Fillers, just Killers. Und WAS für Hymnen! Schon
das Debütalbum “Beautiful and Monstrous” machte in
dieser Hinsicht ja seinem Namen alle Ehre, aber hier ist dem
süddeutschen Quintett eine erneute Steigerung gelungen. Mit einer
superben Produktion ausgestattet kann jeder Song für sich selbst
stehen und bildet doch mit dem Rest eine harmonische Einheit –
fett, bombastisch und melodisch. Dem ein oder anderen früheren Fan
wird der Frickelfaktor fehlen, aber das ist dessen Problem. Subsignal
sind dem eingängigen AOR heute jedenfalls näher als ihrer
eigenen crimsonesken Vergangenheit. Was nicht heißen soll, dass
ihre Songs Gefahr laufen, in seichte AOR Gewässer zu driften! Dass
die Songs trotz der Abwechslung und relativer Komplexität relativ
„eingängig“ sind, liegt einerseits an der
blitzsauberen, ohrenfreundlichen Produktion, andererseits an der
(Prog-)Radio-kompatiblen Länge: Lediglich die epische Ballade
„Embers pt. I“ ist achteinhalb und das daran
anschließende Titelstück elf Minuten lang, alle anderen
bewegen sich zwischen vier- und sechseinhalb Minuten. Enchant und Fates
Warning mögen als Orientierungshilfe dienen, ohne der
Eigenständigkeit der Jungs zu nahe treten zu wollen. Subsignal
sichern sich hier gerade einen Platz in den Top 10 der deutschen Prog-
und Artrockbands. Glückwunsch!
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The Tangent – Comm
COMM ist das sechste Album der Band – und erneut
schöpft die Band aus dem Vollen, beschert uns einen Reigen
fantastischer Melodien, garniert mit den bekannten Zutaten aus
Verspieltheit, Komplexität, Hookline-Verliebtheit. Ein Album, das
einmal mehr die außerordentlichen Songwriter-Qualitäten von
Sänger und Komponist Andy Tillison unter Beweis stellt. Die hatte
er schon lange vor The Tangent – nur damals hat es kaum einer
bemerkt. HIER ist ein Interview mit dem britischen Schnell- und
Vielredner…
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Ray Wilson - Genesis vs. Stiltskin (Jaggy D / Soulfood)
2 Live-CDs + DVD mit dem kompletten Live-Programm der
„Genesis Classics“ Tournee im Schuber mit dem neuen
Stiltskin-Album. Das reicht schon fast als Argument… aber:
Besser noch! Wie schon das erste Stiltskin-Album 2006, 12 Jahre nach
dem Durchbruch mit „Inside“ ist auch sein Nachfolger
einfach grandios! Die Kombination aus seiner rauen Stimme und
crunchigen Alternative Rock Gitarren ist einfach das Beste, was Ray
Wilson machen kann. Kombiniert mit einer breiten Palette an Emotionen
und Arrangements steckt das jede Nickelback-Scheibe in die
Westentasche. Und sogar zum Thema Hitsingle hat er etwas beizutragen,
denn Songs wie „American Beauty“ oder „Tale from a
small town“ sind potentielle Sternstunden eines
Formatradio-Tagesprogramms. Und so leid es mir tut: Es scheint die
Zusammenarbeit mit Uwe Metzler, die zu den substanzielleren Songs
führen, das zeigen beide Stiltskin-Alben im Vergleich mit jedem
seiner Soloalben. Das könnte am Teamplay liegen – oder
einfach am Songwriter. Singen und performen bleibt dann ja Ray
vorbehalten – und darin ist er einfach spitze!
„Nebenbei“ gibt es noch zwei Live-CDs und eine DVD mit
dazu! Genesis live mit Symphonie Ensemble, d.h.
(allergrößtenteils) unter Verzicht auf Keyboards – das
ist bei Genesis-Songs schon etwas Besonders. Den Vergleich könnt
ihr jetzt selbst anstellen… oder HIER die komplette Review
lesen!